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  Junut - 239 km Lauf  

 

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Hermannshöhen
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Robert Pirmajer


JunutJunut

Der JUNUT ist eine Herausforderung für jeden Ultra-Läufer. Der WanderwegJURASTEIG hat eine Gesamtlänge von 239 km. Diese Strecke darfst Du nonstop laufen. Damit das nicht zu einfach wird, warten 7.900 Höhenmeter auf Dich. Der JUNUT verläuft auf dem durchgehend markierten Qualitäts-Wanderweg JURASTEIG im ständigen Bergauf und Bergab durch die Mittelgebirgslandschaft des Bayerischen Jura. [...]

www.junut.de

weitere Ultraläufe

   

Bielefeld, 25. März 2015:

Der "Junut" Ultralauf, organisiert von Gerhard Börner, über eine Distanz von 239 km, klopft terminlich allmählich an die Tür. Machen die Beine auch das, was sie an dem Wochenende sollen? Nämlich gefühlt endlos laufen. Das Ziel wird nicht eine Platzierung sein. Das Ziel wird definitv das Erreichen der Ziellinie sein und damit wird es für mich eine Art "survival run". Ob das gut ist, kann jetzt nicht die Frage sein. Es wird ganz sicher unterwegs ein harter Kampf mit Körper und Geist werden. Wenn die "Tagesform" es zuläßt, werden die Abschnitte, in denen es unangenehm wird, wenige. Sonst wird es eben andersrum verlaufen. Ich freue mich tatsächlich sehr auf den Lauf, von dem ich an sich lieber von einem Abenteuer spreche. Ich werde zweifelsohne an eine Art Grenze stoßen. Aber das Bewältigen der Distanz und beim Junut gleichzeitig auch der Höhenmeter sind eine annehmbare Herausforderung, die nun fällig ist. Nicht, dass die Beine endlich los wollen, aber so langsam wird es Zeit.

 
 

Mein Resümee zum Junut 2015:

Der Junut ist kein typischer Ultralauf. Das ist eine andere Kategorie des Zusammenkommens. Die Klientel ist ebenfalls eine, die man nicht auf anderen Veranstaltungen in der Regel antrifft. Wer hierhin kommt, will gefühlt "höher und weiter". Der Junut selbst ist super organisiert. Kurze Wege der Orga vor Ort, unaufwendige Kommunikation.

Die Strecke ist der absolute burner. Dass auf 240 km 8000 Höhenmeter zu erwarten seien, war mir klar. Dass es dabei permanent hoch / runter ging hingegen nicht. Man läuft beim Hermannslauf im Vergleich bei 30 km ca. 520 Höhenmeter. Typischerweise erlebt man beim Junut bei einer 10 km Etappe 490 Höhenmeter an. Die ersten 80 km waren dabei an ich angenehm zu laufen. Man war dabei von der Kulisse drumherum angenehm abgelenkt. Ich hatte hier allerdings schon einen immensen Fehler gemacht und einen zu großen Rucksack gewählt. Die Nacht zu vor war derart kalt, dass ich Wechselklamotten dafür zu ausreichend mitnehmen wollte. Das war mit einer 3 Liter Trinkblase zu viel des Guten. Ich wechselte am ersten Dropbag sodann auf den kleinen Salomon Rucksack. Der andere komplette Fehler war das zu hohe Anfangstempo. Daß der Junut rein gar nichts mit dem zu tun hat, was ich bis dahin erlebt habe, stellte ich vor Ort erst fest. 160 km um Berlin laufen ist dagegen sowas von Kindergarten, zumindest vom Schwierigkeitsgrad. Ich habe sodann in der ersten Nacht es weiterhin ruhig angehen lassen. Die Müdigkeit zerrt, das kenne ich ja. Insoweit war ich auch einigermaßen gut mental zurecht.

Den VP am Naturfreundehaus übersah ich komplett als solchen. Somit war ich ca. 1,5 km unnütz gelaufen und durfte die ca. 1,5 km wieder zurück zum VP, um mich dort zu melden. Gut, dass mich überholende Mitläufer auf den VP aufmerksam machten. Alleine auf der Strecke unterwegs verlief ich mich immer wieder einmal, in dem ich Abbiegungen übersah. Nichts wildes zu diesem Zeitpunkt, mal 200 Meter, mal 300 Meter. Das passierte gewiß allen Teilnehmern. Als ich am 2. Tag mittags jedoch völlig verpeilt bemerken durfte, dass ich an einer Stelle im Wald falsch abgebogen war – ich kam an der mir schon bekannten Kreuzung raus – und damit 8 km für nichts gelaufen bin, ich noch 10,7 km bis zum nächsten VP gebraucht hätte, war die Luft komplett raus. Die 240 km wären so nicht mehr zeitlich drin gewesen. Damit habe ich dann auch ganz klar entschieden, hier ist Schluß. Natürlich habe ich gehadert, hin und her. Aber auch heute 2 Tage danach bin ich der Meinung, dass der Entschluß ok war. Der Körper war bis auf ein paar Blasen an den Füßen in Ordnung, aber das eigentlich Ziel der 240 km halt nicht mehr erreichbar. Alleine schon, um den weiteren Streckenverlauf zu erkunden, hätte mich das Weiterlaufen gereizt. Absolut tolle Landschaft. Apropos laufen, man darf beim Junut an sich nicht vom Laufen sprechen, das ist de facto mehr ein sich bewegen, besser ausgedehntes Wandern. Ich habe beim Junut 2014 unterm Strich super viel dazu gelernt. Das ist nun einmal eine andere Kategorie des Ultralaufs. Sowas geht man anders als einen typischen Ultra an. Insoweit bin ich gut vorbereitet auf den Hexenstieg in 2 Wochen im Harz, wenn ich das Erfahrene beherzige und umsetze. Keep on running...

P.S. Nach nur erreichten ca. 140 km habe ich mit dem Junut habe ich noch eine Rechnung 2016 offen.

 

 

Wolfgang Kulow
Peter Knein
Marion Zander
Mario Kania
Thilo Scharf
Ulrik Hölzel
Iris Hadbawnik
Timo Grosche
Mark Hohe-Dorst
Nadine Zahradnik
Udo Menzel
Linda Richter
Gundula Starkulla
Stefan Schlegel
Guido Thorns
Andreas van Westen