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Interview mit Jan-Olof Wadehn

Wie bist Du zum Ausdauersport gekommen?

"Angefangen hat es an sich mit dem Schwimmen. Auch bin ich viel mit meinem Großvater durch die Münsterländer Bauernschaften geradelt. Der vor Ort sich entwickelnde Triathlonverein bereitete damit fast automatisch den Weg zum Laufsport."

 

Was waren bisher Deine tollsten Rennen?

"Zweifelsohne der Triple Ultratriathlon in Lensahn. Aber auch eines der Härtesten. Mit 28 Jahren war das schon ein komisches Gefühl, wenn man nach 11,4 km Schwimmen und 540 km Rad fahren noch 3 Marathons am Stück mit 126 km laufen darf. In der jüngsten Zeit darf ich definitiv der "Mauerweglauf" in Berlin nennen. Anfangs noch ein nicht wirklich schöner Streckenverlauf, hat dieser Ultralauf später eine tolle Dynamik gewonnen. Nicht unterwähnt lassen möchte ich hier auch den Triple-Marathon, bei dem man an einem Tag 3 Marathons zu festgelegten Startzeiten auf einer Strecke von dem Niederlanden nach Deutschland absolviert."

 

Wie gestaltest Du Dein Training?

"An sich müßte viel mehr Konzept in das Training. Ich achte aber auf strukturierte Trainingswochen und auf die Einhaltung von Tagen der kompletten Pause. Gerade dem Wort Regeneration habe ich vielfach zum Nachteil von Überlastungssymptomen zu wenig Beachtung geschenkt."

 

Achtest Du gezielt auf die Ernährung?

"Im Prinzip ja. Ich esse seit längerer Weile kein Fleisch mehr und recht wenig Fisch. Auch achte ich zudem sehr darauf, viel Obst, Gemüse und Magerquark zu essen. Schokolade und andere Süßigkeiten sind weniger mein Ding. Hier habe ich hingegen für Nüsse als gewisse Kalorienbombe eine Vorliebe."

 

Wie kam es zur Idee, laufend Spenden zu sammeln?

"Ultralaufsport mit einem guten Zweck zu verbinden ist für mich ein klares Muss. Wolfgang Kulow, selbst sehr engagierter Extremsportler - siehe: www.extremsport.net - ist eine Art Vorbild."

 

Hast Du Dich früher charitativ engagiert?

"Beispielhaft möchte ich hier einen lieben Freund aus Warendorf erwähnen. Volker Meyer-Carlstädt habe ich bei seinem 5 in 5 Tagen Spendenmarathon und der Von Dom zu Dom - Tour sehr gerne unterstützt."

 

Warum sammelst Du Spenden für Bethel? Gibt es da einen besonderen Bezug?

"Bielefeld ist meine Heimatstadt und gerade das Kinder- und Jugendhospiz möchte ich vor Ort gerne mit den Ultraläufen unterstützen. Den Hintergrund und seinen Sinn damit zum Hospiz selbst muß ich nicht erklären. Beides liegt auf der Hand."

 

Welchen Tipp hast Du für Laufanfänger?

"Ganz einfach: laufen. Ruhig in ganz langsamen Tempo zu Beginn, einfach nach Lust und Laune wenige Kilometer. So, dass man sich dabei gut unterhalten kann. Wenn man dann das Gefühl hat, schneller laufen zu können, zunächst die Distanz erweitern. Das schnelle Laufen kommt von allein. Es klingt zwar oberklug, aber dem ist so: Auch ein Marathon beginnt mit dem ersten Schritt."

 

Nutzt Du einen Pulscomputer?

"Manchmal, aber an sich nicht wirklich. Ich kenne mitlerweile meinen Körper recht gut und höre beim Sport sehr auf ihn. Signale der grenzwertigen Belastung weiß ich gut zu deuten. Ebenso weiß ich auch, wann ich von meinen Körper durchaus etwas abverlangen kann."

 

Was bedeutet Dir das Laufen?

"Laufen ist Leidenschaft. Ohne diese Passion würde ich auch keine Ultraläufe bestreiten wollen und können."

 

Welche sportlichen Ziele hast Du noch?

"Leistungsorientierte Ziele, Erster zu werden oder ähnliches, habe ich nicht wirklich. Dazu fehlt auch das notwendige Talent. Hier muß man einen Marathon beispielhaft als Referenzzeit um die 2:40h laufen können. Es gibt vielmehr einige Läufe, die ich durchaus gerne realisieren möchte. So zum Beispiel der Sparthathlon oder einen privten Mehrtageslauf die Ostseeküste entlang von Flensburg nach Danzig. Der New York Marathon wird sicherlich einmal auf dem Programm stehen. Aber noch nicht..."

 

Was reizt Dich an den ultralangen Laufdistanzen?

"Dieses Gefühl, nur mit seinem eigenen Körper, ohne zu Hilfe nahme mechanischer Gegenstände, wie zum Beispiel eines Fahrrades, eine lange Distanz zu bewältigen. Auch findet man mental sehr intensiv zu sich. Ein tolles Gefühl."

  Jan-Olof Wadehn


 

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